Die Ärzte der Abteilung plastische Chirurgie der Loretto Klinik, Tübingen: Dr. med. Wolfgang Banzhaf

Implantate

Die heutigen Implantatarten zeichnen sich durch eine Vielzahl in Größe, Form, Oberflächenbeschaffenheit, Konstruktion und Füllmaterial ist. Die Überlegung, welches Implantat sich für Sie persönlich am besten eignet, ist fester und besonders wichtiger Bestandteil des Beratungsgesprächs.

Silikon-Gel-Implantate: In der Medizin findet Silikon schon lange Anwendung bei Prothesen. Das erste Silikon-Gel-Brustimplantat kam im Jahre 1963 auf den Markt. Seit dieser Zeit wurden die Implantate immer weiterentwickelt und verbessert. Die heutige Generation dieser Implantate besteht aus einem formstabilen Gel und einer reißfesten, meist doppelwandigen Hülle, So dass die frühere Problematik des Auslaufens der Implantate definitiv der Vergangenheit angehört. Silikon ist somit das einzige Füllmaterial mit über 40jähriger Langzeiterfahrung.

Silikon-Gel-Brustimplantate erlauben aufgrund der verschiedenen Formen und Größen eine individuell auf die Figur und die Vorstellungen der Patientin abgestimmte Gestaltung der Brust: So betont beispielsweise eine runde Implantatform den oberen Anteil der Brust stärker. Die Brust wirkt sehr voll. Die tropfenförmigen oder anatomischen Implantate sind im oberen Bereich der Brust flacher und wirken deshalb etwas schmeichelhafter.

Kochsalzimplantate: Auch mit Kochsalz befüllte Implantate gelten heute als bewährt und sicher. Die Kochsalzlösung entspricht in ihrer Zusammensetzung dem Salzgehalt des menschlichen Körpers. Im Falle eines Implantatrisses richtet die Kochsalzlösung deshalb im Körper keinen Schaden an. Aufgrund ihres flüssigen Inhalts "bluten" Kochsalzimplantate jedoch relativ stark aus, d.h. dass das Volumen langsam abnimmt.

Tipp: Fragen Sie Ihren Operateur nah dem Prüfsiegel sowohl nach dem Implantatpass. Diesen erhalten Sie in der Regel nach einer Brustvergrößerung. Er gibt Aufschluss über Implantattyp, -größe und alles weitere Wissenswerte.